Tentipi mit Moskito-Tarp

Es gibt verschiedene Methoden, die Vorteile der Tarp, nämlich geschützt draußen zu sitzen, mit dem Kåta zu verbinden. Nachteilig aus unserer Sicht sind dabei Varianten, die eine direkte Verbindung der Tarp mit der Zeltplane herstellen, sei es durch Annähen oder Einhängen am oberen Rand. Dies führt zur zusätzlichen Belastung der Zeltplane, was bei Wind Beschädigungen verursachen kann. Nachfolgende Bilder beschreiben unsere Variante, die keine zusätzliche Bastelarbeit erfordert, schnell ausführbar ist, das Zelt nicht extra belastet und vor allem wunderbar funktioniert. Es gibt keinerlei Krafteinwirkungen auf das Zelt, nur senkrechten Druck auf die Zeltstange, die das locker aushält. Selbst bei starkem Wind steht alles sicher und der Zelteingang bleibt auch bei starkem Regen trocken. In Verbindung mit der Moskito-Tarp ergibt sich eine mückensichere “Veranda”, unter der man trotz der Plagegeister herrlich draußen sitzen kann.


Materialaufwand
1 Tarp (bei uns 3 x 4 m)
3 – 5 Tarpstangen (alternativ auch Paddel oder Holzstangen)
1 Reepschnur (Durchmesser 3 mm, ca. 4,5 m lang)
5 zusätzliche Heringe


Befestigung mittels Reepschnur
Dei Reepschnur wird durch die kleine Schlaufe auf der Zeltspitze gezogen. Bei neueren Modellen ist die Schlaufe relativ groß gehalten. Hier hilft ein Abnäher, so dass die Reepschnur genau über die Zeltspitze läuft. Die Reepschnur wird mit der Mittelschlaufe auf einer der Tarpseiten verbunden. Wir benutzen hierzu einen Karabiner. Ob die Tarp quer oder längs vor dem Zelt platziert wird, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Die Tarp befindet sich also vor dem Zelt, die Befestigung genau gegenüber hinter dem Zelt. Tragendes Element ist die Zeltstange. Von der Rückseite an der Reepschnur ziehen, bis die Tarp die gewünschte Höhe knapp unterhalb der Zelthaube erreicht hat. Um ohne großes Probieren schnell immer wieder die gleiche Position zu erreichen, hilft ein Knoten in der Reepschnur, der als Stopper an der Schlaufe der Zeltspitze fungiert.


Fixierung der Reepschnur
Die Reepschnur wird auf der Rückseite des Zeltes am Hering für die hintere Lüftungsöffnung befestigt.
Tipp: Die Reepschnur lassen wir einmal eingefädelt immer am Zelt. Sie stört nicht, wenn das Tarp nicht zum Einsatz kommt. Andernfalls ist sie sofort zur Hand und wir müssen die Tarp nur noch mit dem Karabiner einhängen.


Hintere Tarpecken
Die beiden äußeren, an der Zeltseite befindlichen Tarpecken werden, wie im Bild zu sehen, an den Zeltheringen verspannt.


Aufrichten der Tarp
Die Vorderseite der Tarp wird mit den Stangen giebelförmig aufgerichtet (3 zusätzliche Heringe). D.h. die mittlere Stange ist etwas länger, sollte aber tiefer liegen als die gegenüberliegende Seite, die an der Reepschnur hängt. So läuft das Regenwasser auf der Tarp vom Zelt weg. Jetzt noch je eine Abspannung an den Mitten der Tarpseiten, entweder gestützt mit zusätzlichen Stangen oder nur über die Reepschnüre an der Tarp (2 zusätzliche Heringe). Bei unserer Tarpgröße können vier Personen mit Tisch bequem darunter sitzen.


Kata mit Moskito-Tarp
Das Tarp wird mit angesetztem Moskitonetz mit dem Zelt verbunden, wie oben beschrieben. Auf Tour nehmen wir keine Stangen mit, sondern nutzen unsere Paddel oder geschlagene Holzstangen zum Abspannen. Bei Wind bzw. zum Abbau wird das Netz hochgebunden.


Moskitonetz
Das herunter gelassene Moskitonetz wird mit Steinen, Holz oder Gepäckstücken am Boden fixiert. Es ist rundum dicht. Der Eingang mit dem sich überlappenden Moskitostoff befindet sich hier vorn links.


Unsere Veranda
Es ist herrlich gemütlich unter der Tarp. Wir nennen sie unsere Veranda. Ungestört kann ich den Ausblick und meinen Bannock genießen. Da wir auf dem Boden sitzen, ist hier die Abspannhöhe mit den Paddeln ausreichend. Über Nacht konnten wir so sogar den Zelteingang offen lassen.

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